Alle Beiträge von rotehilfeerfurt

[Anlaufstelle] 6. Februar 2025

Unsere Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet wie üblich am 1. Donnerstag des Monats, dem 6. Februar 2025 von 18 bis 19 Uhr in der Offenen Arbeit Erfurt statt.

Kommt vorbei mit euren Fragen und Problemen mit den Repressionsbehörden im Zusammenhang mit eurem politischen Aktivismus. Bringt am besten vorliegende Briefe von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, Ordnungsamt & Co. gleich mit. Kündigt euch gerne an und schreibt uns in dringenden Fällen eine Mail (mit Vorliebe verschlüsselt).

What’s about Covid und Infektionsschutz? Wir finden es nett und rücksichtsvoll, wenn ihr bei entsprechenden Symptomen negativ getestet bzw. mit medizinischer Maske kommt und besondere Vorsicht walten lasst.

Wann? Donnerstag, den 6. Februar 2025 von 18 bis 19 Uhr
Wo? Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9), Hinterhaus

Einspruch! Strafbefehle nach Kessel am 1. Mai 2023 in Gera

Im Zusammenhang mit dem Kessel bei einer antifaschistischen und antikapitalistischen Demo am 1. Mai 2023 in Gera trudeln aktuell Strafbefehle und Anklagen wegen „Landfriedensbruch“ bei Antifaschist:innen ein.

Wir empfehlen euch dringend:

Bleibt ruhig. Äußert euch nicht zu Vorwürfen gegenüber den Behörden.

Meldet euch umgehend bei uns oder eurer Rote Hilfe Ortsgruppe.

Legt schnell Einspruch gegen Strafbefehle ein! Durch einen Einspruch gewinnt ihr erstmal Zeit für alle weiteren Schritte. Wichtig ist, dass ihr dabei die Frist einhaltet. Ihr müsst innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung (Datum außen auf eurem gelben Umschlag) Einspruch einlegen.

Ihr könnt dieses kleine Tool der Roten Hilfe nutzen, um ganz leicht euren individuellen Einspruch zu erstellen. Der „Einspruchgenerator“: https://clara.rote-hilfe.de/EinspruchFormular/

Lest euch die Tipps der Roten Hilfe zum Umgang mit Strafbefehlen durch: https://rote-hilfe.de/rechtshilfetipps/strafbefehl

Unsere Anlaufstelle für Betroffene von Repression ist für euch offen. Sie findet immer am 1. Donnerstag im Monat von 18 bis 19 Uhr im Hinterhaus der Offenen Arbeit Erfurt statt. Im Januar außer der Reihe am 9. Januar 2025!

Allgemein: Stick Together! Ziel von Repression ist es, uns einzuschüchtern, zu stressen, zu entmutigen, kleinzumachen. Also falls ihr euch so fühlt, ist das kein Zeichen von Schwäche – sondern ziemlich normal. Lassen wir uns nicht vereinzeln, sondern begegnen der Repression gemeinsam! Sprecht mit euren vertrauten Menschen. Fragt einander, was ihr braucht. Unterstützt und stärkt euch.

Damals wie heute gilt für alle Repressionsbetroffenen: Ihr seid nicht allein!

[Anlaufstelle] 9. Januar 2025

Unsere erste Anlaufstelle des Jahres 2025 für Betroffene von Repression findet NICHT wie üblich am 1. Donnerstag des Monats statt. Sondern:

Kommt am Donnerstag, den 9. Januar 2025 von 18 bis 19 Uhr bei unserer Anlaufstelle vorbei mit euren Fragen und Problemen mit den Repressionsbehörden. Bringt am besten mit vorliegende Briefe und Papiere mit und kündigt euch gerne per Mail an (mit Vorliebe verschlüsselt).

What’s about Covid und Infektionsschutz? Wir finden es nett und rücksichtsvoll, wenn ihr negativ getestet bzw. mit medizinischer Maske kommt und bei entsprechenden Symptomen besondere Vorsicht walten lasst.

Wann? Donnerstag, den 9. Januar 2025 von 18 bis 19 Uhr
Wo? Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9), Hinterhaus

Geburtstagsgrüße: Free Maja! Free All Antifas!

Wir haben gestern in Erfurt mit vielen Freund*innen, Genoss*innen und Verbündeten 100 Jahre Rote Hilfe gefeiert. Doch wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen! Mit einem Solifoto und einer Torte schicken wir heute im doppelten Sinne herzliche antifaschistische Geburtstagsgrüße und viel Liebe und Kraft in den Knast. Wir stehen zusammen gegen die Repression. Wir denken an dich, Maja!

FREIHEIT FÜR MAJA! FREIHEIT FÜR ALLE ANTIFAS! AUF DIE SOLIDARITÄT!

Solifoto mit Pyro, Wunderkerzen und Banner "Alles Gute Maja! Freiheit für alle Antifas!"

12.12. Vortrag zum Verfassungsschutz

Veranstaltungstipp: Am Donnerstag, den 12. Dezember 2024 um 19:30 Uhr lädt die Offene Arbeit Erfurt ein zu einem Vortrag und Gespräch mit Michèle Winkler, politischer Referentin beim Grundrechtekomitee. Die Veranstaltungsfrage lautet:

Der Verfassungsschutz – geheimdienstlicher Schutz von Grundrechten und Demokratie?

Im Zusammenhang mit dem Erstarken der AfD wird der Verfassungsschutz vielfach als legitime Institution zum Schutz von Demokratie und Grundrechten wahrgenommen. Dabei ergibt sich allerdings die Frage, ob ein Geheimdienst eine vertrauenswürdige Institution zum Schutz der verfassungsmäßigen Rechte sein kann. Der Vortrag von Michèle Winkler vom Komitee für Grundrechte und Demokratie und die anschließende Diskussion sollen dieser Frage kritisch nachgehen. Dabei spielen auch die Verstrickungen des Verfassungsschutzes in den NSU-Komplex und weitere Skandale in der langen Behördengeschichte eine Rolle. Ebenso soll es um die Frage gehen, inwieweit emanzipatorische Gruppen (z.B. Umwelt- und FriedensaktivistInnen) im Fokus der Überwachung des Verfassungsschutzes stehen.

Vortrag und Diskussion mit Michèle Winkler / Komitee für Grundrechte und Demokratie / in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen

Wir sind gespannt!

15.12. Stadtrundgang 100 Jahre Rote Hilfe

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Wir freuen uns, euch im Rahmen des diesjährigen 100-jähringen Jubiläums zum Stadtrundgang der Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ des DGB-Bildungswerks Thüringen e. V. einladen zu dürfen:

Historischer Stadtrundgang anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Roten Hilfe Deutschlands

Sonntag, 15. Dezember 2024 um 14:00 Uhr
und Freitag, 31. Januar 2025 um 18:00 Uhr
Treffpunkt: Augustinerstraße 15, Erfurt

„Die Rote Hilfe tritt in Erfurt in letzter Zeit dadurch in Erscheinung, daß sie häufiger Sammlungen für die politischen Gefangenen durchführt.“

(Lagebericht der Staatspolizeistelle Erfurt für Februar 1935)

Im Oktober 1924 wurde die Rote Hilfe Deutschlands gegründet. Die proletarische Selbstorganisation unterstützte während der Zeit der Weimarer Republik politisch Verfolgte und ihre Angehörigen durch Geldsammlungen und ermöglichte eine anwaltliche Vertretung für Arbeiter*innen vor Gericht. Auch in Erfurt war die Organisation tätig, wurde von Anwälten unterstützt und sammelte teilweise noch in der Illegalität nach der Machtübernahme er Nationalsozialisten Geld zur Unterstützung inhaftierter Genoss*innen und ihrer Familien. In Elgersburg in Thüringen betrieb die Rote Hilfe bis 1929 zudem ein eigenes Kinderheim.

In einem Stadtrundgang wollen wir uns anlässlich des diesjährigen Jubiläums mit der Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands, insbesondere mit ihren Tätigkeiten in Erfurt und Umgebung, beschäftigen. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein! Mit unserem Angebot wollen wir auch auf die wichtige Arbeit des Rote Hilfe e.V. aufmerksam machen, der in der Gegenwart linke Aktivist*innen unterstützt, die von staatlicher Repression betroffen sind.

Herzliche Grüße von der Projektgruppe „Erfurt in Nationalsozialismus“

[Anlaufstelle] 5. Dezember 2024

Unsere letzte Anlaufstelle des Jahres für Betroffene von Repression findet am 5. Dezember 2024 von 18 bis 19 Uhr statt. Kommt bei uns vorbei mit euren Fragen und Problemen mit den Repressionsbehörden. Bringt am besten mit vorliegende Briefe und Papiere mit und kündigt euch gerne per Mail an (mit Vorliebe verschlüsselt).

What’s about Covid und Infektionsschutz? Wir finden es nett und rücksichtsvoll, wenn ihr negativ getestet bzw. mit medizinischer Maske kommt und bei entsprechenden Symptomen besondere Vorsicht walten lasst.

Wann? Donnerstag, den 5. Dezember 2024 von 18 bis 19 Uhr
Wo? Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9), Hinterhaus

20.10. Lesung „Geflohen. Verboten. Ausgeschlossen.“

Wir haben einen Veranstaltungshinweis für euch: Die Genoss:innen von Women Defend Rojava laden euch herzlich zur Buchvorstellung von „Geflohen. Verboten. Ausgeschlossen. Wie die kurdische Diaspora in Deutschland mundtot gemacht wird“ in Erfurt, Jena und Weimar ein:

* am 20.10. um 16 Uhr in Erfurt (Liebknechtstr. 8 im Hinterhaus)
* am 21.10. um 18 Uhr in Jena (Hörsaal 4, Carl-Zeiss-Str. 3)
* am 22.10. um 16 Uhr in Weimar (Der Laden, Trierer Str. 5)

„Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen,

wir laden euch herzlich zur Buchvorstellung von „Geflohen. Verboten. Ausgeschlossen. Wie die kurdische Diaspora in Deutschland mundtot gemacht wird“ ein.

„Jahrzehntelang wurden sie als „Terroristen“ verunglimpft und ihre Organisationen als „Hauptfeind der inneren Sicherheit“ diffamiert: Kurdinnen und Kurden in Deutschland. Obwohl diese Menschen einst aus ihrer Heimat geflohen sind, um Schutz vor Krieg und Verfolgung zu finden, kriminalisiert der Westen und insbesondere Deutschland fast alle Organisationen der kurdischen Diaspora. Diese Politik wird bis heute mit dem PKK-Verbot von 1993 gerechtfertigt. Jede Bundesregierung, gleich welcher Farbkonstellation, hat diese antikurdische Politik bisher fortgeführt. Erstmals zeigen Alexander Glasner-Hummel, Kerem Schamberger und Monika Morres mit welch autoritären Methoden Kurdinnen und Kurden hierzulande mundtot gemacht werden. Sie stellen fest: Die Repression gegen die kurdische Bewegung ist ein deutsches Demokratiedefizit.“

Bei den Veranstaltungen wird einer der Autor*innen, Alexander Glasner-Hummel, persönlich anwesend sein und aus dem Buch lesen.
Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Verantwortung Deutschland in dieser Repression trägt und wie wir uns dem entgegenstellen können.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!“

[Nächste Ecke Links] 18.10. Film: 100 Jahre Rote Hilfe

Im Rahmen der Alternativen Einführungstage Nächste Ecke Links laden wir ein zum Filmabend „Solidarität verbindet – 100 Jahre Rote Hilfe“. Es gibt Popcorn, Platz für Diskussionen, Infomaterial, Soli-Merch gegen Repression – und natürlich auch jede Menge Mitgliedsanträge.

Wann? Freitag, 18.10.2024 um 19:00 Uhr
Wo? Schambrowski (Magdeburger Allee 90)

Der Film „Solidarität verbindet — 100 Jahre Rote Hilfe“, der zum 100-jährigen Bestehen der Roten Hilfe erschienen ist, widmet sich der Geschichte und Gegenwart der Solidaritätsarbeit.

Beginnend bei der Roten Hilfe Deutschlands in der Weimarer Republik und in der Illegalität während des NS-Faschismus, schlägt der Film einen Bogen über die Neugründung von Rote-Hilfe-Strukturen in den frühen 1970er-Jahren bis zur heutigen Roten Hilfe e. V. Beispielhafte Repressionsfälle zeigen Aktionsfelder aus diesen Phasen auf und nähern sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven: In Interviews kommen linke Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bewegungen zu Wort, die angeklagt oder inhaftiert wurden und solidarische Unterstützung erfuhren, ebenso wie Rote-Hilfe-Mitglieder, die die Prozesse begleiteten und Kampagnen organisierten. Dabei wird deutlich, dass Unterstützungspraxis, Themen und politische Schwerpunkte einige Kontinuitäten, aber auch Änderungen und Brüche erfahren haben. Als roter Faden zieht sich die praktische und organisierte Solidarität durch alle Jahrzehnte.

[Anlaufstelle] 10. Oktober 2024

Den „Tag der deutschen Einheit“ bzw. den Tag des deutschen Nationalismus feiern wir nicht. Dennoch findet unsere Anlaufstelle für Betroffene von Repression nicht am 3. Oktober statt – denn: Jeder Feiertag ist ein lohnarbeitsfreier Tag (oder einer mit kräftigen Zuschlägen) und das nehmen auch wir mit.

Kommt also mit euren Fragen, Mitgliedsanträgen oder Spenden eine Woche später, am 10. Oktober 2024 zwischen 18 und 19 Uhr vorbei – am besten mit vorliegenden Papieren und angekündigt per Mail (mit Vorliebe verschlüsselt).

What’s about Covid und Infektionsschutz? Wir finden es nett und rücksichtsvoll, wenn ihr negativ getestet bzw. mit medizinischer Maske kommt und bei entsprechenden Symptomen besondere Vorsicht walten lasst.

Wann? Donnerstag, den 10. Oktober 2024 von 18 bis 19 Uhr
Wo? Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9), Hinterhaus