Zum Tag der poltischen Gefangenen gibt es wieder bundesweit vielfältige Aktivitäten. Spürbar hat aber auch die Repression angezogen, so dass seit letzem Jahr sich vermehrt Soligruppen und Antirepressionsvernetzungen gegründet haben. Über den 18.3. hinaus geht die alltägliche Antirepressionsarbeit weiter: Prozessbeobachtung, Knastbesuche, Briefe schreiben, Knastkundgebungen, Soliparties, Inforveranstaltungen usw. Gerade um den 18.3. herum ist es aber auch wichtig, auf die politischen Gefangenen aufmerksam zu machen, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten eingeknastet sind und auf die Gefangenen, die keine Soligruppe haben oder denen Besuche von FreundInnen oder Angehörigen verwehrt werden.
Freiheit für Nurhan Erdem, Freiheit für Birgit Hogefeld, Freiheit für Marco Carmenisch, Freiheit für Leonard Peltier, Freiheit für Mumia Abu Jamal, Freiheit für Gabriel Pombo da Silva…
…und allen anderen, die noch in den Knästen sitzen!
Am Donnerstag, den 11. Februar, ist die Anlaufstelle der Roten Hilfe Erfurt für euch im Filler (Schillerstraße 44, Hinterhof) von 18:30 bis 19:00 Uhr da. Falls ihr also von staatlicher Repression betroffen seid, könnt ihr euch an diesem Termin an uns wenden. Die Anlaufstelle findet monatlich jeden zweiten Donnerstag zur selben Zeit am selben Ort statt. Nachfragen per Email können selbstverständlich immer gestellt werden.
Das besetzte Haus in Erfurt gibt es nicht mehr. Eines der letzten linken, selbstverwalteten Projekte in der Region wurde geräumt. Nun zieht eine Welle der Repression durch Erfurt. Mensch kann nicht mal Brennspiritus zum Grillen oder Aufkleber in seiner Tasche haben ohne, dass die Polizei der Meinung ist alles Beschlagnahmen zu müssen. Auch werden Meschen kriminalisiert die in einer friedlichen Sitzblockade gegen die Räumung Demonstriert haben. Mit allen in Gewahrsamgenommenen wurde eine ED-Behandlung gemacht. Minderjährige wurden verhört ohne dass ein Elternteil anwesend war. Kurz um in Erfurt regiert die polizeiliche Willkür.