Spenden

Solidarität kostet eine Menge Geld. Ihr habt eine Soli-Aktion gemacht und wisst nicht wohin mit eurem Geld? Dann seid ihr hier richtig! Jede Spende hilft.

Aufgemerkt: Bitte nutzt für Spenden nur noch das zentrale Spenden- und Beitragskonto der Bundesorganisation Rote Hilfe e. V.

Gebt dabei als Verwendungszweck »Spende« oder »Spende Rote Hilfe« an. Wollt ihr eine bestimmte Spendenkampagne unterstützen? Dann gebt das entsprechende Stichwort im Verwendungszweck an. Weitere Informationen zu findest du hier in den FAQ. Wenn die Spende nur für die Antirepressionsarbeit in Erfurt bzw. der Ortsgruppe sein soll, nutzt als Verwendungszweck „Ortsgruppe Erfurt“.

Zentrales Spenden- und Beitragskonto:

Rote Hilfe e. V.
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

LOKALE SPENDENKAMPAGNEN

Aktuell führen wir als Ortsgruppe keine aktiven lokalen Spendenkampagnen.

Wir danken allen für die Solidarität bei vergangenen Spendensammlungen, mit denen ihr Genoss:innen hier vor Ort gegen Repression unterstützt habt!

FRÜHERE LOKALE SPENDENKAMPAGNEN

„1. Mai Gera“ (RH Jena): Spenden für die Repressionsbetroffenen nach dem 1. Mai 2023 in Gera

„Stop Deportation“ [11/2023]: Zur Unterstützung der Betroffenen von Repression im Kontext einer nächtlichen Blockade einer Abschiebung in Arnstadt im Frühsommer 2023. Das Landratsamt Ilm-Kreis warf den Aktivist:innen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vor und forderte saftige Bußgelder von ihnen.

„BFE go home!“ [03/2023]: Zur Unterstützung der Repressionsbetroffenen des antifaschistischen Protests am 12. November 2022 in Erfurt gegen den rechten Mob von „Deutschland zuerst!“. Es liefen verschiedene Ermittlungsverfahren u.a. wegen tätlichen Angriffs gegen Cops.

„Fight AfD!“ [2023]: Zur Unterstützung der Betroffenen von Repression vom breiten Protest gegen den Afd-Wahlkampfabschluss zur Landtagswahl 2019 am 26. Oktober 2019 in Erfurt. Mehrere Antifaschist*innen bekamen für ihr praktisch solidarisches Verhalten gegen gewalttätige Polizeikräfte Strafbefehle bzw. Anklagen. Entstanden sind Repressionskosten im fünfstelligen Bereich: Auf eine Einstellungsauflage von 5000 Euro an einen gebrochenen Bullen-Mittelfinger legte das Land Thüringen noch den „Verdienstausfall“ des gebrochenen Polizisten von über 7000 Euro drauf.

Mehr zum Fall…


Am 26.10.2019 veranstaltete die AfD Thüringen auf dem Erfurter Domplatz eine Kundgebung. Anlass war die Landtagswahl am darauffolgenden Tag. Gegen den Wahlkampfabschluss der AfD mobilisierten die Bündnisse „Aufstehen gegen Rassismus Erfurt“, „Auf die Plätze“ und „Alles muss man selber machen“. Etwa 800 Menschen nahmen an der Demonstration, der Kundgebung am Domplatz und der Schlusskundgebung am Bahnhof teil, um klare Kante gegen die rassistische Hetze der AfD unter ihrem Landeschef, dem Faschisten Björn Höcke, zu zeigen.

Überschattet wurde der Mobilisierungserfolg von einem rabiaten und völlig überzogenen Polizeieinsatz. Auf dem Domplatz eskalierte ein Beamter mit dem Schlagstock gegen die Menge der Demonstrierenden. Es kam zu gezielten Schlägen gegen Einzelne.

Doch neben der Gewalt, die gegen Demonstrierende eingesetzt wurde und den zu erwartenden Ermittlungs- und Strafverfahren hat die Thüringer Polizei mit tatkräftiger Unterstützung der Polizeigewerkschaft GdP ein neues Repressionsinstrument in Stellung gebracht: Schmerzensgeldforderungen. So wurde ein Genosse, bevor er auch nur eine Vorladung der Polizei zu dem gegen ihn erhobenen Tatvorwurf erhielt, zur Zahlung von 4.500€ Schmerzensgeld an einen vermeintlich durch ihn verletzten Polizisten aufgefordert. Wie der Briefkopf erkennen ließ, wird der Polizist in dieser Sache von der DGB-Mitgliedsgewerkschaft GdP vertreten.

Bezeichnend daran war insbesondere der Zeitpunkt dieser Forderung. So wurde versucht, Tatsachen zu schaffen, bevor die Betroffenen wussten, gegen welche konstruierten Vorwürfe sie sich verteidigen müssen. Wir sehen diese Strategie als einen weiteren Angriff, der linke Demonstrierende einschüchtern und zermürben soll. Denn natürlich sind Strafverfahren eine kraft- und geldzehrende Angelegenheit für die Betroffenen und unsere Solidarstrukturen. Dass jedoch die Cops noch auf dem Zivilrechtsweg gegen Genoss*innen vorgehen, ist eine zusätzliche Belastung.

Wir rufen daher dazu auf, euch mit den Betroffenen der Repression zum 26.10.2019 zu solidarisieren. Getroffen hat es Einzelne, gemeint sind wir alle. Schafft Öffentlichkeit für diese Repression, organisiert Soli-Aktionen, spendet an die Rote Hilfe Erfurt unter dem Betreff „Fight AfD“!

Gemeinsam gegen Repression in Erfurt und anderswo!